Fünf Fragen an Anne Krischok
Der
Klönschnack sprach im August 2007 mit Anne Krischok über ihre Kandidatur für die Hamburger Bürgerschaft. Hier das
vollständige Interview:
Klönschnack:
Frau Krischok, Sie möchten gern in Bürgerschaft gewählt
werden. Wie wollen Sie die Wähler überzeugen?
A.
Krischok: Die CDU regiert Hamburg nun seit mehr als 5 Jahren und die Bilanz hat
doch einige schwarze Flecken: Missachtung von Volksentscheiden, Verkauf der
Krankenhäuser, Manipulation am Wahlrecht, Abbau von Kindergartenplätzen in den
benachteiligten Stadtteilen, zu wenig Lehrer, zu große Klassen, Stagnation des
Wohnungsbaus, aber dafür ein leerstehendes Gefängnis. Es ist Zeit für eine
bessere Politik: Die SPD will ein menschliches und soziales Hamburg mit den
Menschen entwickeln – nicht über sie hinweg. Nur so entsteht wirklich eine
neue Bürgergesellschaft, die nicht nur mitredet, sondern auch mitentscheidet.
Ich bin zuversichtlich, dass das die Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger
auch in Elbvororten so sieht.
Klönschnack:
Bundespolitisch gerät die SPD zwischen die Zange von CDU und Links-Partei.
Sehen Sie diese Gefahr auch in Hamburg?
A.
Krischok: Die Linkspartei will ausschließlich Opposition sein und ist deshalb
keine Alternative für die Hamburgerinnen und Hamburger, die eine veränderte
Politik und nicht nur populistische Rhetorik wollen. Jede Stimme für die
Linkspartei ist faktisch verloren. Wer die CDU-Regierung abwählen will, sollte
deshalb SPD wählen.
Klönschnack:
Frau Krischok, Sie möchten gern in Bürgerschaft gewählt
werden. Wie wollen Sie die Wähler überzeugen?
A.
Krischok: Die CDU regiert Hamburg nun seit mehr als 5 Jahren und die Bilanz hat
doch einige schwarze Flecken: Missachtung von Volksentscheiden, Verkauf der
Krankenhäuser, Manipulation am Wahlrecht, Abbau von Kindergartenplätzen in den
benachteiligten Stadtteilen, zu wenig Lehrer, zu große Klassen, Stagnation des
Wohnungsbaus, aber dafür ein leerstehendes Gefängnis. Es ist Zeit für eine
bessere Politik: Die SPD will ein menschliches und soziales Hamburg mit den
Menschen entwickeln – nicht über sie hinweg. Nur so entsteht wirklich eine
neue Bürgergesellschaft, die nicht nur mitredet, sondern auch mitentscheidet.
Ich bin zuversichtlich, dass das die Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger
auch in Elbvororten so sieht.
Klönschnack:
Welche Themen werden Ihrer Meinung nach die bevorstehenden Wahlen
entscheiden?
A.
Krischok: Hamburg ist im Aufschwung, aber der Aufschwung kommt bei vielen
Hamburgerinnen und Hamburger nicht an. Die soziale Spaltung in Hamburg und den
Stadtteilen hat nachweislich zugenommen, und die Menschen spüren das. Soziale
Gerechtigkeit und sozialer Ausgleich sind die zentralen Themen:
Chancengerechtigkeit für die Jugendlichen und Kinder durch ein besseres
Bildungssystem und mehr Ausbildungsplätze, mehr Lebensqualität in allen
Hamburger Stadteilen, bessere Bedingungen für Familien.
Klönschnack:
Angenommen, Sie ziehen in die Bürgerschaft ein, wofür wollen Sie sich
besonders einsetzen?
A.
Krischok: Ich möchte mich für ein solidarisches gerechteres Hamburg einsetzen,
damit unsere Gesellschaft nicht immer weiter auseinander driftet. . Ich möchte
mich vor allem aber auch für ein konkretes Programm für mehr Umwelt- und
Klimaschutz in Hamburg einsetzen. Wir brauchen Maßnahmen statt Ankündigungen
und intelligente Energien und Technologien für eine nachhaltige Entwicklung der
Wirtschaft und zukunftsfähige Arbeitsplätze in unserer Stadt. Ich möchte,
dass Hamburg in 5 Jahren ein Vorreiter beim Klimaschutz in Deutschland wird. Ja
und dann: Ich will auch wieder ein eigenes Ortsamt für die Elbvororte.
Klönschnack:
Für die SPD allein wird es auf keinen Fall reichen. Welche Koalition können
Sie sich vorstellen?
A.
Krischok: Koalitionen macht man nicht vor, sondern erst nach der Wahl. Die SPD kämpft
zuerst einmal für ein möglichst gutes eigenes Ergebnis, um die
CDU-Alleinregierung abzulösen. Dann wird man sehen, wofür es reicht. Eine
Koalition mit der Linkspartei kommt für uns nicht in Frage, mit den Grünen
dagegen haben wir viele Gemeinsamkeiten.
Den gekürzten Beitrag können Sie im Artikel des Klönschnack im Heft
9/07 nachlesen.