Bildung
„Ich möchte Chancengerechtigkeit
für die Kinder und Jugendlichen."
"Der Schulfrieden gilt. Die Schulstruktur aus vierjährigen
Grundschulen und weiterführenden Stadtteilschulen und Gymnasien steht und
wird nicht in Frage gestellt. Der Senat wird einen entsprechenden neuen
Schulentwicklungsplan aufstellen."
(Auszug aus dem Arbeitsprogramm des Senats vom 10.05.2011)
„Schule ist eine Institution, die Lebenschancen
verteilt.“
- Diese Erkenntnis ist nicht neu. Das schrieb Helmut Schelsky
bereits 1965 (Auf der Suche nach der Wirklichkeit. Düsseldorf 1965, S. 137
ff.)
- Generell kann gesagt werden, dass die formale Bildung der
Kinder mit dem sozialen Status der Eltern korreliert. Das heißt, dass
niedrige Bildungsabschlüsse wenig in der Mittelschicht, sondern vor allem in
unteren Bevölkerungsschichten anzutreffen sind. Allerdings ist ein sozialer
Aufstieg durch den Erwerb von Bildung möglich.
-
Verschiedene Studien zur Schulleistung (LAU-Studie,
IGLU-Studie, PISA-Studie) haben gezeigt, dass Kinder von Eltern mit einer höheren
Bildung eine bessere Schulformempfehlung bekommen als Kinder von Eltern, die
selber nicht so gut ausgebildet sind. Das ist selbst dann der Fall, wenn die
kognitive, die Lese- und Mathematikkompetenz gleich sind.
Schulentwicklungsplanung für 2012
vorgestellt
Ausbau vieler Schulstandorte im Hamburger Westen
Schulsenator
Ties Rabe hat am Mittwoch den Referentenentwurf für einen Schulentwicklungsplan
2012 vorgestellt. Nachdem die Hamburger Politik und Bevölkerung fast vier
Jahre lang intensiv und stürmisch die Schulentwicklungsplanung diskutiert
hatte, soll das Hamburger Schulsystem nun eine klare Perspektive bekommen.
Entsprechend dem Schulfrieden vom vergangenen Jahr wird es in Hamburg
flächendeckend die vierjährige Grundschule sowie die beiden
weiterführenden Schulformen Stadtteilschule und Gymnasium geben.
Die größte Veränderung der Schullandschaft bedeutet die Zweigstelle der
Stadtteilschule Blankenese, die zu Beginn des laufenden Schuljahres im
Gebäude des Gymnasiums Rissen geöffnet wurde.
Anne Krischok, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter für den Hamburger Westen
betont: „Es freut mich, dass die Gymnasien in Blankenese und Rissen
erhalten bleiben und die Nachfrage nach der Stadtteilschule Blankenese sehr
hoch ist. Für die dauerhafte Sicherung der Stadtteilschule wird in einer
Machbarkeitsstudie geklärt, ob der Standort Iserbarg ausgebaut werden kann
oder eine solche Stelle dauerhaft am Gymnasium Rissen eingerichtet werden
kann. Mir ist wichtig, dass es auch künftig genügend Angebote für unsere
Kinder in Rissen, Sülldorf, Blankenese, Iserbrook und Nienstedten gibt,
wenn diese eine Stadtteilschule oder ein Gymnasium besuchen wollen.“
Pressemitteilung von Anne Krischok und Frank Schmitt vom 28.10.2011